Sonntag, 7. Oktober 2007

Männer sind scheiße.

Vor allem, wenn sie so Schluss machen wie mein "Ex" (Gott, diese Bezeichnung hört sich so scheiße an).

Edit: Hab den restlichen Text wieder rausgenommen, erschien mir dann im Nachhinein doch als nicht webloggeeignet.

EditII: Rücksicht nehmen? Wegen ihm? Nein, nach gestriger "Aussprache" nicht mehr. Hier der Rest des Textes.

EditIII:
Liebe Leute, lieber V.,
wie ich schon in einem meiner Kommentare geschrieben hatte, ist dieser Beitrag aus emotional sehr geladener Stimmung heraus entstanden. Er ist auch sehr subjektiv gefärbt. Ich weiß, lieber V., dass sich das alles sehr schlimm anhört, aber das ist meine Art und Weise mit der Situation klar zu kommen. Denn ich schreibe meinen Frust nieder, was besser ist als ihn in sich hineinzufressen. Und was ich hier geschrieben habe, habe ich dir auch gesagt, also reg dich darüber bitte nicht auf. Ich weiß auch, dass du ein netter Mensch bist, ein guter Freund, mit dem man gut klar kommt. Nur im Moment bin ich anderer Ansicht. Ich weiß ja nicht, ob du das verstehen kannst.

Und um nochmal für alle klarzustellen: V. ist ein toller Typ, man kann super mit ihm reden, man kann sich auf ihn verlassen, man kann auch gut mit ihm befreundet sein, er ist für einen da.

So, und nun will ich mich nicht mehr darüber aufregen.

Ach, eins noch: V., meld dich an, kommentier selbst. Das ist nicht verboten und gibt dem Leser eine zweite Sichtweise, was nicht schlecht ist.


Er hat's per Brief gemacht. Okay, das Schlussmachen war eigentlich schon abzusehen, ein wenig Stress in den Wochen vor der Kursfahrt (was für mich aber kein Schlussmach-Grund war und auch ist) und dann die SMS, die er mir aus Wien geschickt hat, auf die ich dann in voller Panik geantwortet hab und fragte, ob der denn Schluss machen wolle. Ich dachte nämlich am Wochenende noch, es sei alles in Ordnung, da wir uns ja wieder vertragen hatten. Darauf kam keine Antwort mehr. Das hieß für mich drei Tage in Ausnahmezustand leben. Kein Appetit, wenn ich keine Ablenkung hatte, kurz vorm Heulen und "depri" werden. Dann am Freitag Abend ein auf-dem-Handy-Durchklingeln, mir war es aber zu doof mich daraufhin nach drei Tagen Stillschwiegen zu melden. Dann kam er Samstag an, ich lag vorm TV. Auf seine Frage hin, ob ich den ausschalten wolle, sagte ich: "Wenn du mir nichts erklären willst, dann nicht." Und weg war er. Ich hab ihn um ein Treffen am Sonntag bei Mecces gebeten, ich dachte neutraler Boden wär für uns besser. Er meinte in seiner Antwort-SMS, er könne jetzt schon sagen, dass er nicht kommen würde.

Am Montag bin ich aufs FSJ-Seminar gefahren. Sonntag Abend hatte ich ihm noch einen Brief geschrieben, wie die damalige Situation für mich war (scheiße eben). Daraufhin schrieb er mir Freitag einen Brief, den ich erst gestern Mittag las, dass er wohl mit keiner Situation glücklich sei, dass er aber dennoch das Schlussmachen vorzieht. Bumms.

Es stand noch mehr im Brief. Er warf mir vor, nicht alle meine Probleme mit ihm zu besprechen, sondern eher mit zwei Freunden oder eben dem Blog. Er wüsste nicht, ob es stimmen würde, aber es schien ihm so. Schwachsinn. Wie viel Probleme, denkt der Kerl, hab ich denn? Er hatte von mir doch verlangt, dass ich ihm alles sage, was mich stören würde, was ich auch getan hab. Eigentlich auch Schwachsinn, denn er muss ja nicht alles wissen. Was ihn noch störte, war der Fernseher. Er wollte an einem Mittwoch vor der Kursfahrt über uns reden und meine Lieblingssendung lief gerade, was er auch wusste. Er sagte aber nicht, dass er so ernsthaft intensiv über uns reden wollte, also hab ich die Kiste laufen lassen (im Hintergrund, ich kann mich aber dennoch auf Gespräche konzentrieren). Im Brief meinte er, dass er da schon hätte abhauen sollen. Das versteh ich nicht, er hätte es ja einfach sagen können, dass ihn der Fernseher so massiv stört, dann hätte ich ihn ausgemacht. Er meinte außerdem, dass er das Gefühl hätte, dass ich ihn nicht mehr ernstnehmen und verstehen würde. So ein Blödsinn. Ich hab es doch gemacht, zugehört, versucht, passende Antworten zu finden, aber ich bin nicht so die Rednerin, die immer die passenden Worte findet... Es stand noch mehr drin, den Rest hab ich aber vergessen und den Brief grad nicht bei mir.

Ich bin aber auch nicht frei von Fehlern. Hab ihm vorgeworfen, dass er mehr denkt als fühlt und dann nur Scheiß wie Schlussmachgedanken dabei rauskommen. Fand er gar nicht lustig. Dann hab ich mich beschwert, dass ich ihm ewig hinterherrennen muss, wenn ich ihn mal sehen will. Ich kam eigentlich immer zu ihm, was schon fast Gewohnheit war. Fand er auch nicht lustig. Ihm wurde das zu viel, ich war es fast nicht anders gewohnt wegen der Sommerferien, als wir uns fast täglich gesehen haben. Hinzu kam die Angst, ihn zu verlieren. Denn seit den Sommerferien wurde er immer komischer. Aber das hätte man auch ändern können, ich hätte mich dran gewöhnt, ihn nicht mehr so oft zu sehen. Es gab noch andere Kleinigkeiten, für mich weniger der Rede wert, aber wenn er's wissen wollte, hab ich ihm gesagt, was mich stört, um eben ihm einen Gefallen zu tun, weil ich ja wusste, dass es ihm wichtig war. Hätt ich es ihm nicht, gesagt, dann hätte er auch einen "Aufstand" gemacht. Mein Problem dabei ist, dass man mir anmerkt, wenn mich was ankotzt, ich reagier dann immer distanziert. Ist halt so, das weiß er auch, da muss man nicht ständig drüber reden. So kann man seine Beziehung auch wunderbar zerreden.

Ich hab ihm geschrieben, dass mich die letzten Wochen, aber vor allem die besagten drei Tage fertig gemacht haben und ich eine Pause brauche, um Abstand zu gewinnen und die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Das Seminar war meine Pause, eine gute. Ich wollte wieder Kontakt zu ihm, mit ihm reden, der Brief von ihm verhinderte dies. Ich hab ihm geschrieben, dass ich wenigstens noch eine persönliche Aussprache wolle, da ich im Brief Schlussmachen scheiße finde, er fragte daraufhin, ob ich heute Zeit hätte. Ja, habe ich. Bis jetzt kam nichts zurück. Ich versteh ihn nicht mehr, will aber nicht ewig hinter ihm herrennen, um meine Aussprache zu bekommen, die er mir schuldet. Ich kann ihm nicht ewig schrieben, wann er sich meldet, um Ort und Zeitpunkt zu nennen. Wenn ich was ausmache, dann kommt er ja nicht. An besagtem Sonntag war er zu stolz zu Mecces zu kommen. Hat er im Brief geschrieben. Man merkt, wie viel ihm da noch an mir lag. Ich wär gekommen, wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre, ich hätte versucht, das Kaputte zu reparieren. Er nicht.

Nun ist es vorbei. Zum Glück hab ich Freunde, die mich unterstützen, die mich ablenken, die quasi nichts mit ihm zu tun hatten, meine Dänemarkleute. So können sie mich auch nicht an ihn erinnern. Er wollte ja nie mit, wenn ich was mit denen gemacht hab. Okay, er hätte nie lange bleiben können, weil er da noch arbeiten ging, aber er hätte ja eher weggehen können. Mich störte sehr, dass er mich nie begleiten wollte, vor allem, da der Rest immer nach ihm fragte, sie wollten ihn mal kennenlernen. Irgendwann hab ich aber auch nicht mehr gefragt, ob er mit wolle. Der andere Rest meiner Freunde hatte zu viel mit ihm zu tun, es wissen auch nur wenige, dass Schluss ist, nicht mal alle Dänemarkleute wissen das. Bei den Leuten werd ich mich nach und nach melden, aber im Moment ist mir das zu frisch. Ich brauch Ablenkung. Wie gern wäre ich auch gestern zur Abiparty ins Limit gekommen, endlich mal wieder im Limit Party machen. Naja, nach durchzechter Nacht am Freitag und diesem "schönen" Brief am Samstag Morgen wollte ich dann auch nicht mehr.

Er würde es hassen, dass ich hier darüber schreibe, wenn er es wüsste. Ich habe es bis jetzt noch nicht getan, obwohl ich wollte. Wegen ihm hab ich es gelassen. Er wusste zwar, dass es diesen Blog gibt, aber ich wollte nicht, dass er es liest. Niemand soll alles über mich wissen, außer mir. Und dieser Blog ist eher ein Kummer-Aufreg-Tagesbericht-Blog, das muss nicht jeder mitbekommen. Dann fühl ich mich nur noch überwachter. Sehr widersprüchlich, sagte er, denn im Internet sei ich doch gerade überwacht. Ja, aber hier bekomm ich das nicht so mit, es ist eine andere Überwachung. Ich brauche so meine Geheimnisse, und nicht einmal die Dänemarkleute wissen hiervon.

So, ich geh nun spazieren, auf andere Gedanken kommen.

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