Samstag, 8. September 2007

Warum bin ich denn so müde?

Eine Woche mehr oder weniger chilliges arbeiten im Musuem und ich bin hundemüde. Das ist echt unnormal.

Termo hat gestern 1 1/2 Stunden Geschenk-suchen-und-kaufen-für-Mutter-von-Freund mit mir überstanden. Der Arme. Ich hab ihn durch sämtliche Geschäfte geschleppt, da ich extrem wählerisch bin, was Geschenke (und sowieso alle Sachen, die ich mir kaufen will) angeht. Nebenbei hab ich uns in einem Laden mehr oder weniger blamiert (ich hab gesagt, dass die kein besonderes Sortiment haben. Der Verkäufer, der danebenstand, ist fast ausgetickt und meinte den Ruf des Ladens, der sehr teure Sachen verkauft, vehement verteidigen zu müssen.) und wollte mir nichts ausgeben lassen. Aber ich hasse es nunmal, wenn man Geld für mich ausgibt. Naja, bei Geburtstags- und Weihnachtsgeschenken mach ich eine Ausnahme ;).

Was ich ganz toll fand: Termo war vorher noch im Museum und hat mich besuchen wollen, allerdings war eine meiner beiden Chefinnen da (die strengere), die von mir verlangt hat, einen Artikel für die Presse zu tippen. Die Tage vorher war nachmittags nichts zu tun und ausgerechnet wenn Termo kommt, dann muss ich arbeiten. Naja, als er uns sah, haben wir gerade Tee-und-Kuchen-Pause gemacht, aber danach musste ich wieder ran.

Das mag ich ja: Tee-und-was-dabei-Pause. Davon hatte ich aber in dieser Woche echt genug. Es war teilweise aber auch langweilig, da fast keine Arbeit zu erledigen war, nur gestern war ein wenig mehr los.

Ach, ich vermisse das Museum und die Leute gerade ein wenig. Das war echt eine der besten Entscheidungen meines Lebens, FSJ zu machen. Vor allem das FSJ da zu machen. Ich liebe den Kontakt mit den Meschen. Die haben immer was zu erzählen. Ich mag das.

Edit: Hehe. Das Geschenk gefiel ihr scheinbar sehr gut. Stand am gleichen Abend noch auf'm Tisch am brennen. Find ich gut. Man muss eben nicht immer in den teuersten Läden einkaufen gehen.

"Das weiß ich nicht, denn sie reden ja nicht mit mir...und dann wundern sie sich, wenn ich nicht mit ihnen rede."

Ein Satz, den ich nie hören wollte, zumindest nicht von ihr. Ein Satz, der mich sehr berührt, denn sie ist mir ähnlich. Nicht sehr ähnlich, aber in gewissen Dingen schon. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich sie so gerne mag.

Ich bekomme mit, wie sie sich fühlen muss, denn ich bin fast jeden Tag in dem Haus, in dem sie lebt. Ich bekomme mit, wie mit ihr umgegangen wird. Ich weiß, dass es sie verletzt, denn es verletzte auch mich. Sie wollen sie vielleicht nicht absichtlich verletzen, sie wissen vielleicht nicht, dass sie es tun. Sie ist aber auch in einem schwierigen Alter, vor allem für uns schwierig. Darauf sollte man Rücksicht nehmen, meiner Meinung nach. Ich hoffe, ich schaffe es auch einmal, wenn es soweit ist.

Dieser Satz schaffte es, mich unheimlich traurig zu machen. Denn ich war auch in ihrem Alter, als ich ihn zumindest gedacht habe, als ich noch, genau wie sie jetzt, ein Biest sein konnte, weil es nicht anders ging, als es diese unsichtbare Mauer gab, die jetzt zwar ein wenig eingefallen ist, von der aber Bruchstücke immer noch stehen. Sie tat mir in dem Moment, als sie es sagte, so sehr leid. Ich fühlte mit ihr. Es tat auch mir weh.

Für viele vielleicht unbegreiflich, doch es gibt sicher manche, die verstehen.

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